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2. Januar 2021 6 02 /01 /Januar /2021 16:26

Ursprünglich ist dieser Text eine private E-Mail an einen politisch äußerst interessierten ehemaligen Schüler. Nach reiflicher Überlegung will ich ihn dennoch veröffentlichen, da ich überzeugt bin, dass die hier erwähnten Überlegungen von allgemeinem Interesse sind:


Als junger Sanitätssoldat vor 50 Jahren habe ich mal gelernt, dass in einer Pandemie weltweit massenhaft Leute sterben. Heute arbeitet die WHO mit einem anderen Pandemiebegriff. Von etwa augenblicklich 82 Mio positiv PCR-Getesteten sind laut WHO etwa 1,8 Mio an oder mit Covid-19 gestorben. Das sind 2,2 %. 97,8 % haben überlebt.


Für mich ist dieser neue Pandemiebegriff eine rein mediale Inszenierung für neue Absatzmärkte.


Früher galt jemand gegen eine ansteckende Krankheit immun, wenn er nicht daran erkrankte oder diese Krankheit überstanden hatte. Heute arbeitet die WHO an einem neuen Immunitätsbegriff. Als immun soll gelten, wer in Zukunft einen passenden Impfnachweis vorlegen kann. Neu ist auch der Begriff des asymptomatisch Erkrankten. Früher nannte man so jemanden gesund. Alle zu angeblich ansteckenden Personen zu erklären, ist wissenschaftlich unsauber. Nichtereignisse kann man nicht messen und schon gar keine Prozentzahlen dazu angeben. Abgesehen davon ist jeder Kontakt unter den Menschen auch ein Austausch von Pilzsporen, Bakterien und Viren, den unser Immunsystem meist unbemerkt meistert. Falls nicht, rüstet unser Immunsystem nach, indem wir mehr oder minder schwer erkranken. Manchmal braucht es medizinische Unterstützung, manchmal nicht und manchmal versagt es halt ganz. Covid-19 ist dabei keine Ausnahme, sondern nur neu hinzugekommen und schon gar nicht die alleinige Geißel der Menschheit, wie wir zur Zeit täglich in den Nachrichten berieselt werden.

 

Als junger Student habe ich mit dem Diplom aus der Bundeswehrzeit im Krankenhaus gejobbt. Covid-19 gab es damals noch nicht. Lungenembolie, Asthma, Influenza, Pneumokokken-Infektion und Tuberkulose waren unsere Herausforderungen damals und sind es vermutlich heute noch.


Deswegen hat niemand die Wirtschaft so an die Wand gefahren, wie sie jetzt von Politik und Medien inszeniert wird. Medizinisch begründbar ist das wohl kaum oder es wäre auch schon früher berechtigt gewesen, was nachweislich aber niemand in die Tat umsetzte.


Wer hat neuerdings übergeordnet daran Interesse?

 

Im OP haben wir selbstverständlich Maske getragen. Grund war, dass die Maske die Ausatemluft verwirbelt und damit der direkte Atemstrom des Operierenden oder seiner Helfer nicht zu konzentriert in offene Wunden des Patienten gelangte. Im OP selbst waren die Pilzsporen, Viren und Bakterien des Personals natürlich dennoch vorhanden. Keine Maske hält das ab, entgegen heutigen Presseverlautbarungen. 20 Nanometer eines Virus haben viel leeren Raum als Platz beim Durchdringen von Textilgewebe. Der OP wurde halt nach den Operationen weitgehend entkeimt. 

 

Deswegen verwende ich heute bei Einkaufen die gefalteten Einmalmasken. Sie verwirbeln besser als glatte Stoffmasken. FFP2-Maske behalte ich mir für einen längeren Aufenthalt in einem Ärztewartezimmer vor. Man schnauft dahinter wesentlich schwerer.


Was die Übersterblichkeitsrate angeht, haben wir in Deutschland im Jahresschnitt etwa 1,12 % Verstorbene. Bei 83 Mio Einwohnern sind das etwa 996 000 Verstorbene. Von einer auffälligen Übersterblichkeitsrate 2020 kann nicht die Rede sein. Lokale Ausreißer bedürfen lokaler Maßnahmen, sind aber im Gesamten für eine nachhaltige Gesundheitspolitik zweitrangig.

 

Als Mathematiker stört mich die unsaubere Trennung von Korrelation und Kausalität. Wenn im Elsass die Anzahl der Störche und die Anzahl der Geburten zunimmt, heißt das noch lange nicht, dass der Storch die Kinder bringt.

 

Wir haben z.B. im Landkreis SHA zur Zeit 53 Intensivbetten, 42 Betten belegt, davon 8 mit Covid-19-Patienten. Der Nachbarlandkreis Ansbach hat 7 Covid-19-Patienten, aber nur 21 Intensivbetten. Das bayrische Gesundheitssystem wurde von einem Finanzminister namens Markus Söder hart auf Kante genäht. Wenn es jetzt an seine Grenzen kommt, jammert er nun als Ministerpräsident über ungehorsame Untertanen, die seine angeblich alternativlosen Hausarreste nicht einhalten. Natürlich ist es richtig, dass ich weniger Ansteckungsmöglichkeiten habe, wenn ich meine Wohnung nicht verlasse, wobei noch gar nicht geklärt ist, wie viel mehr Ansteckungsmöglichkeiten ich damit wirklich habe. Diese Logik gilt immer, auch für das Präventionsparadoxon. Das rein auf Sars-CoV-2 einzuschränken und dieses Virus zur allgemeinen Gefahr zu erklären, ist unredlich. 

 

Unter 1 000 Gesunden, mit denen ich zusammen bin, kann ich mich nicht anstecken. Noch weniger Ansteckungsmöglichkeiten habe ich, wenn ich gar nicht erst den Geburtskanal verlasse. Die entscheidende Frage ist, wo ich die Grenze für Maßnahmen ziehe, welche Risiken ich abwägen will, privat wie öffentlich. Warum müssen Geschäfte, Firmen und Unternehmen mit einem ausgezeichneten Hygienekonzept schließen, wenn sie nachweislich nur gering am bisherigen Infektionsgeschehen teilhatten? Das gehört in den Parlamenten ausdiskutiert und nicht einfach von oben verordnet. Das weckt Opposition und verdecktes Ausbüxen. Wenn eine neue Krankheit auftritt, wäre es dann nicht sinnvoller, das eigene Gesundheitssystem zu erweitern, statt stur auf dem bisherigen Stand zu beharren? Und wehe, die anderen ziehen auf diesem Wege nicht mit! 

 

Wir haben 21 Mio Rentner, 4 Mio Sozialhilfeempfänger und 5 Mio Beamte mit deren Steuern als Nullsummenspiel. Diese 30 Mio nehmen nur noch durch Konsum am Wirtschaftsleben teil. Anderen, die daran verdienen, wird zur Zeit diese Möglichkeit genommen. Sie sind es aber, die später ihre jetzt erhaltenen Ausgleichszahlungen wieder in den Staatshaushalt einbringen müssen. Wie soll das funktionieren? Darüber muss man streiten dürfen, in Fachkreisen wie in Parlamenten.

 


Russland impft zur Zeit die Altersgruppen zwischen 18 und 60, weil diese den Laden am Laufen halten.
Wir impfen die gesundheitlich Geschwächten, weil Politiker bei hohen Todeszahlen um ihre Wiederwahl fürchten, wobei wir nicht wissen, wie sehr die Gebrechlichen selbst am Infektionsgeschehen teilhaben und ob sie in nächster Zeit sowieso an Altersschwäche sterben werden. (Der statistische durchschnittliche Aufenthalt im Pflegeheim beträgt drei Jahre.)
Der Vatikan impft zuerst die Kinder seiner Kinderklinik, weil Kinder die Zukunft sind.

 


Dahinter stecken unterschiedliche Wertemuster, die man öffentlich und politisch ausdiskutieren muss. Für mich persönlich ist das die Frage, ob ich in meinem Alter mit meiner Angst vor meiner eigenen Sterblichkeit einfordern darf, dass andere ihre wirtschaftliche Existenz und oft damit verbunden ihre Gesundheit riskieren müssen. Meine persönliche Antwort heißt nein. Darüber muss man öffentlich streiten können und auch dürfen.


In Deutschland haben wir zur Zeit 34 000 Corona-Tote bei 1,7 Mio positiv Getesteten, also 2% wie weltweit. Dass wir trotz hohem Lebensstandard und sehr gutem Gesundheitssystem nicht besser dastehen, liegt wohl an der Überalterung unserer Gesellschaft. Woanders sind die wirklich Gefährdeten wohl schon auf andere Weise verstorben. So erwischte es halt bei uns etwa 3,4 % aller Verstorbenen diesen Jahres, dass sie mit Sars-CoV-2 infiziert waren. 

 

Zufällig sind 1,7 Mio Positive in diesem Jahr von 83 Mio Einwohnern in Deutschland auch etwa 2 %. 98 % sind somit nicht mit einem Ansteckenden in Kontakt gekommen oder haben sein Virenpaket gleich erfolgreich mit ihrem Immunsystem abgewehrt. Ob das wirklich am Lockdown liegt, ist eine Vermutung, die deshalb so überzeugend wirkt, weil sie ungemein beruhigt. Wissenschaftlich redlich belegen lässt sich das nicht, weil man Nichtereignisse eben nicht messen kann. Vielleicht gibt es viel bessere Maßnahmen, die uns diese 98 % beibehalten oder gar verbessern lassen. 


Schweden hat ohne Lockdown in der zweiten Welle jetzt eine Zunahme der Coronatoten von etwa 40 %, wir mit hartem Lockdown etwa 210 %. Wäre es nicht sinnvoll, zu hinterfragen, ob der Lockdown nicht doch nur ein Nebenkriegsschauplatz ist und man nach anderen Ursachen suchen muss? Jetzt noch einen härteren Kurs zu fordern, verhindert die Suche nach weiteren Ursachen, weil man ja angeblich die Lösung schon gefunden hat. Wenn eine Mehrheit etwas für Wahrheit hält, muss es noch lange nicht wahr sein.

 

Ob die Impfung wirklich die große Zusatzrettung sein wird, werden wir wohl nie erfahren. Dieser Absatzmarkt ist jetzt am Laufen. Ich gehe davon aus, dass Medien und Politik die Menschen in den Heimen jetzt wieder an Altersschwäche sterben lassen, ganz wie früher. Der Impfung sei Dank, so oder so! 


Mich erinnert der ganze Corona-Hype an den Hexenwahn. Je mehr Hexen man verbrennt, umso weniger Missernten wegen schlechter Sommer wird es geben, weil man sie mit dem Teufel im Bunde für die Ursache hielt. Als die Sommer wieder besser wurden, fühlte man sich in den Verbrennungen bestätigt. Korrelation setzte sich gegen Kausalität durch, genau wie heute. 
 

Zu meinen privaten Erfahrungen mit Covid-19 bitte hier klicken.

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Kommentare

fany 01/03/2021 19:44

Sehr interessante Überlegungen! Danke!

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