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14. Februar 2010 7 14 /02 /Februar /2010 20:52

 

„Lieber kurz und intensiv gelebt, als lange Zeit gedarbt! Leben ohne Spaß ist kein Leben!“, höre ich so manchen Jugendlichen dahinsagen. Schlagartig anders wird das, wenn plötzlich eine ernst zu nehmende Krankheit oder gar der Tod ihn selbst oder einen nahestehenden Freund bedroht und ihm mit voller Wucht bewusst macht, wie brüchig und endlich doch Leben, auch das eigene, ist. „Das kann doch nicht alles gewesen sein! Da hätte es doch mehr und anderes geben müssen!“, bekomme ich dann zu hören.

Formulierung wie „nicht alles“ oder „mehr und anderes“ verraten eine tiefe Sehnsucht nach etwas, das über den augenblicklichen Kick hinausgeht, was beständiger ist, inneren Frieden und Erfüllung bringt, Kraft und Trost fürs Loslassen, für den Abschied aus dem irdischen Dasein, für einen Übergang ins Unbekannte spendet.

Diese innere Unruhe begleitet den Menschen ein Leben lang, auch wenn er sie zeitweilig im Trubel der Geschäftigkeit, in der Ablenkung dieser Welt gar nicht spürt, ja nicht einmal vermisst. Nur wer Langeweile und Stille aushalten lernt, wird diese Erfahrung machen.

Christen sind überzeugt, dass diese innere geistige Unruhe einen Grund, eine Ursache, genauer einen Verursacher hat, also von jemandem herkommt, der eben diesen Menschen gewollt ihn ins Leben gerufen hat und ihn vorbehaltlos liebt. Dieses unstillbare Verlangen, das der dadurch beunruhigte Mensch in sich spürt, ist für Glaubende das im Menschen durch einen „Schöpfergeist“ eingelagerte Echo einer anderen Sehnsucht, der Sehnsucht eines „unendlichen Gottes“ nach gerade diesem Menschen ganz persönlich.

Jesus von Nazaret – Sohn der Maria nennt ihn der Koran der Moslems und die Christen bekennen ihn als den Christus, den Messias, den Erlöser - hat diesem Phänomen den Namen „Vater“ gegeben und den Menschen verkündet, dass es das Wichtigste ist, diese Wahrheit zum zentralen Inhalt des eigenen Lebens werden zu lassen. Christen glauben, dass er um dieses Geheimnis des unstillbaren Verlangens nach diesem Vater deshalb so gut Bescheid weiß, weil er in einmaliger, unverwechselbarer Art und Weise ganz auf dessen Seite gehört, vollkommen durchdrungen von dessen göttlichem Geist.

Christen bekennen ihn daher als „Sohn Gottes“ und beten ganz ungeniert etwas verkürzt: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.“ Theologisch genauer müsste es allerdings heißen: „Ehre sei dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist ...“; denn für Christen ist Christus ihre Verbindung im Geist zum Vater.
christus

 

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  • Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt !  
 Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.
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