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Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.

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Benjamin Gräbner - der Michelangelo von Crailsheim

 
 
Kurzbeschreibung zu den ausgestellten Skulpturen

Jizchak: Weisheit und Erkenntnis
„Oh Du mein alter Freund Jizchak, Deine alten Augen haben so viel erblickt! - Ob ich je so lachen werden kann, wie Du?“

Keine Gemeinschaft wird so sehr mit Verfolgung und Bedrohung assoziiert wie die jüdische. Trotz allem lässt sich durch die Jahrhunderte erkennen, dass sich das Judentum im Allgemeinen viel von seiner Lebensfreude und Zuversicht bewahrt hat. Deswegen habe ich der Skulptur diesen kulturell geprägten Namen gegeben. Die Wärme und Liebenswürdigkeit des Alters soll ein Leitstern sein, zurückgreifend auf das Bild des christlich belegten Sterns von Bethlehem der Bibel. Zugleich bedeutet dies auch eine Verbindung der Kulturen, ein Lachen über die Unterschiede und die Weisheit, über diese hinwegsehen zu können.

Bezogen auf das Individuum ist dieser Gedankengang übertragbar. Auch die persönlichen Rückschläge im Leben eines jeden Einzelnen müssen verarbeitet werden. Dabei ist der Punkt festgehalten, an dem das Schlimme überwunden und die Freude darüber gegenwärtig ist.

Plastik. Ausarbeitung einer Skizze in eine dreidimensionale Form.


Hannibal Barkas: Mut und Verzweiflung

Hannibal Barkas:
Mut und Verzweiflung
„Für die Entschlossenen, Gescheiterten, Verratenen und all jene die Träume haben …“

Entschlossenheit und Energie, vor allem aber eine Rastlosigkeit stehen dem Mann ins Gesicht geschrieben. Dies soll der Rückgriff auf die Figur des karthagischen Feldherrn Hannibal, der zu der damaligen Zeit im Kampf gegen Rom das Unmögliche schaffte, verdeutlichen.
Trotz allem ist er aber gescheitert. Sein Gesicht zeigt Aggressivität, die Wendung des Kopfes und der geöffnete Mund erinnern an Politiker bei einer Debatte, zeigen Hannibal, wie er verzweifelt versucht seine Gegner, die eigenen heimischen Staatsmänner, die seine Unternehmungen nicht mehr unterstützen möchten, zum Wohle des Staates zu zweckmäßigem Handeln zu überzeugen. Hannibal windet sich. Letztendlich bleibt die Verzweiflung, das Wissen den Lauf der Welt nicht ändern zu können.

Gestaltung einer Büste: Modellerstellung. Modellieren in Ton und Guss in Gips.


Die ländliche Umgebung Crailsheims schärft den Blick für das Ganze ebenso wie fürs Detail. Nichts ist im Kontrast zur Natur so aufregend wie die Menschen, die in ihr leben. Schon besonders früh hat mich das am meisten an dieser Region fasziniert. Ich bin der Auffassung, dass der Mensch im Wesentlichen auf seine Instinkte reduzierbar ist. Diese spiegeln sich in seinem Erscheinungsbild wieder und kommen in seinem Aussehen zum Ausdruck.

Deswegen steht der Mensch im Mittelpunkt meiner frühen Werke, zu denen nicht nur die ausgestellten Steinarbeiten zählen, sondern viele Zeichnungen und einige Gipsmodelle, die ich u. a. während eines ausgedehnten Praktikums in der Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt von Herrn Mietz angefertigt habe.

Ziel ist es für mich, „Handwerk“ und „Kunst“ sich gegenseitig ergänzend enger zu verbinden. Zur Zeit mache ich eine Ausbildung zum Steinmetz/Bildhauer.


Relief (Stein Nr. 1):
Abwandlung einer Figur auf dem Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle gemalt von Michelangelo Buonarroti.

Erste angefertigte technische Studie zum Relief. Ausarbeitung mit verschiedenen Eisen und abschließender Feinschliff.


 

Internet: Fotos der dt.-frz.Ausstellung im Rathaus von Crailsheim
http://jizhak.over-blog.de/
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