Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
In der Region Cusco regnet es momentan ungewöhnlich stark. Einige Ortschaften rund um Cusco sind völlig überschwemmt. Während die Touristen aus aller Welt nach Angaben des Auswärtigen Amtes für wahrscheinlich tausende von Euros mit Helikoptern ausgeflogen werden, fehlt es für die Einheimischen momentan an Reis und Trinkwasser, um zu überleben.
Gestern bin ich an einem der betroffenen Dörfer vorbeigefahren. Ich kenne das Dorf und habe vor etwa 4 Monaten mit den Bewohnern gesprochen. Der durchschnittliche Arbeitstag bestand aus 14 Stunden körperlicher Arbeit, was einen Lohn von ca. 5 € einbrachte.
Wie es jetzt nach der Flut weitergehen wird, kann ich nicht abschätzen, aber es ist sicher, dass Hilfe nötig sein wird. Das Dorf besteht, oder besser gesagt, bestand aus Lehmhäusern, die jetzt höchstwahrscheinlich komplett unbewohnbar sind. Für die Soforthilfe, die von den Studenten der juristischen Fakultät organisiert wird, konnte ich vor meiner Abreise zum Zwischenseminar von Amntena noch Spenden im Wert von 200 € sammeln und in 4 Säcke Reis, 2 Säcke Zucker und 300 Liter Wasser anlegen.
Ich bedanke mich bei allen Spendern. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen.
Trotzdem reichen die Spenden angesichts von 24 000 akut betroffenen Menschen und ca. 2000 zerstörten Häusern hinten und vorne nicht. Beim Zwischenseminar habe ich deshalb gleich mal mit den Vorständen über das Thema gesprochen. Zuerst war die Antwort enttäuschend, dann haben wir uns aber darauf geeinigt, dass ich gemeinsam mit Amntena eine Hilfsaktion starte.
Geplant ist ein Projekt, das in seiner ersten Phase auf 3 Monate ausgelegt ist. In dieser Zeit soll mit Spenden aus Deutschland und eventuell auch Zuschüssen des Vereins vor allem die Soforthilfe unterstützt werden. Das kann durch Lebensmittel, Wasser, Medikamente und vieles mehr geschehen. Wir werden dazu die Gruppen und Organisationen, die momentan schon helfen, fragen, was am nötigsten gebraucht wird.
Alle, die helfen wollen, können das durch eine Spende auf das Konto von Amntena tun. Es gibt Spendenquittungen.
Die Bankverbindung ist:
Inhaber: Amntena e.V. Kontonummer: 13871005 BLZ: 66661454 VR Bank im Enzkreis e.g. Verwendungszweck: Hochwasserhilfe - Janos
Einige Spenden sind schon eingegangen und ich werde mich direkt nach meiner Rückkehr nach Cusco darum kümmern, wie man damit am besten helfen kann. Um den 10.02.2010 werden wir dann aktiv anfangen, die Dinge zu kaufen, die am nötigsten gebraucht werden, und sie mit Hilfe anderer Organisationen verteilen.