Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
Durch Winfried Schley
Eine Feierstunde beleuchtet die deutsch-französische Beziehung
Die Proben für den musikalisch-literarischen Abend am Dienstag, 22. Januar ab 19 Uhr im Ratssaal laufen auf Hochtouren. Hier studieren Hélène Bindels (Gesang) und Adolf Macho (Akkordeon) gerade Chansons ein.
Foto: Stadtverwaltung
Vor 50 Jahren legten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer durch ihre Unterschriften die Grundlage für eine neue deutsch-französische Beziehung. Mit Musik und Anekdoten aus 43 Jahren Städtepartnerschaft mit dem französischen Pamiers wird nun in Crailsheim diese Vertragsunterzeichnung würdig gefeiert.
„Was ich nun sage, das klingt freilich für manche Leute unverzeihlich, die Kinder sind genau die gleichen in Paris wie in Göttingen“, sang Chansonsängerin Barbara, alias Monique Serf, 1964 in Göttingen und wurde in Folge für diese, damals mutigen Zeilen ihres Chansons „Göttingen“ mehrfach geehrt. Ein Zeichen dafür, wie angeschlagen die deutsch-französische Beziehung nach den beiden Weltkriegen war. Dieses Chanson zitierte 2003 auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Ansprache zum 40. Jahrestags des sogenannten Elysée-Vertrages bei einer gemeinsamen Sitzung des deutschen Bundestages und der französischen Nationalversammlung auf Schloss Versailles.
Am Dienstag, 22. Januar ab 19 Uhr wird nun im Crailsheimer Ratssaal mit einem musikalisch-literarischen Abend des 50. Jahrestages dieser Vertragsunterzeichnung gedacht. Und auch hier ist „Göttingen“ Teil des Musikprogramms.
Gesanglich interpretiert wird es von Hélène Bindels, Mitglied des Crailsheimer Pamiers-Komitees und passionierte Sängerin. Seit 1992 lebt die ausgebildete Grundschullehrerin aus dem belgischen Eupen in Crailsheim. Seit 2007 ist sie wichtiges Bindeglied zum Komitee der Partnerstadt Pamiers.
Aber nicht nur politische Chansons werden bei der musikalisch-literarischen Feierstunde zu Gehör kommen. Viele Klassiker wie „Sous le ciel de Paris“ von Jean Dréjac und Hubert Giraud, aber auch neues Chansongut wie „Tu es mon autre“ von Lara Fabian und Maurane stehen auf dem Programm.
„Wir wollen mit der bunten Chanson-Mischung eine typische französische Stimmung verbreiten“, so Hélène Bindels. Offen und locker soll es im Ratssaal also zugehen, das Publikum soll lachen, spontan klatschen und einfach Spaß haben.
So steht z:B. Georges Brassens (gemalt von Gilbert Séguéla) auf dem Programm mit dem swingenden Chanson „Je me suis fait tout petit“.
Aber auch Klassikliebhaber kommen auf ihre Kosten. Unter anderem werden Kompositionen wie „Deux mélodies“ von Gabriel Fauré aus Pamiers dargebracht.
Gemeinsam musizieren werden David Bauer, Hélène Bindels, Rosina Bonsch, Ann-Kristin Fenske, Katharina Hayer, Tanja Kindsvater, Hjalmar Kunz und Adolf Macho.
Die Anekdoten und Geschichten werden von Omar Berrada und Winfried Schley erzählt.
Eine Beschreibung der Innenstadt von Pamiers sowie Anekdoten, die sich bei gegenseitigen deutsch-französischen Besuchen in den letzten 43 Jahren ereignet haben, runden den Abend ab.
Für ein spezielles Ambiente sorgen auch die Werke von deutschen und französischen Künstlerinnen und Künstlern, die im Ratssaal gezeigt werden. Vgl. Album CraiPam13.
Info:
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Reservierung ist nicht erforderlich
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