Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
Durch Winfried Schley
Eisig faucht an diesem Ostersonntagmorgen der Tramontana mit Orkangeschwindigkeit von den schneebedeckten Pyrenäengipfeln herunter zum Mittelmeer, treibt den Sand über kleine scharfkantige Dünen zum graublauen Wasser. Trügerisch ruhig liegt das Meer. Es bildet am Horizont jene glatte gerade Todeslinie, die jedem kleinen Fischerboot mit allzu schwachem Motor und jedem allzu kühnen Surfer zum unausweichlichen Verhängnis wird, von wo es kein Zurück mehr gibt. Nichts verrät dem Auge die sanfte, vom Wind getriebene Steigung des Wassers wie an einem langgezogenen Berghang entlang. Verborgen bleibt dem Betrachter am Strand der Wasserwall am Ende des harmlos erscheinenden Anstiegs, der sich dahinter mit Wucht in die Weite des Meeres ergießt und alles erbarmungslos ins Uferlose mitreißt. Für ihn kräuseln nur kleinste Wellen die Meeresoberfläche und eine feine Gischt stäubt über ihre winzigen Wellenkämme, die der heulende Bergwind dem Wasser abtrotzt, wo es mit seinen wiegenden Wellenzungen den feinen Sandstrand leckt.Eclipse Next 2019 - Gehosted von Overblog