Overblog Alle Blogs Top-Blogs People
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.

Werbung

Der Tod hat nicht das letzte Wort!

piccanigou.jpg Eisig faucht an diesem Ostersonntagmorgen der Tramontana mit Orkangeschwindigkeit von den schneebedeckten Pyrenäengipfeln herunter zum Mittelmeer, treibt den Sand über kleine scharfkantige Dünen zum graublauen Wasser. Trügerisch ruhig liegt das Meer. Es bildet am Horizont jene glatte gerade Todeslinie, die jedem kleinen Fischerboot mit allzu schwachem Motor und jedem allzu kühnen Surfer zum unausweichlichen Verhängnis wird, von wo es kein Zurück mehr gibt. Nichts verrät dem Auge die sanfte, vom Wind getriebene Steigung des Wassers wie an einem langgezogenen Berghang entlang. Verborgen bleibt dem Betrachter am Strand der Wasserwall am Ende des harmlos erscheinenden Anstiegs, der sich dahinter mit Wucht in die Weite des Meeres ergießt und alles erbarmungslos ins Uferlose mitreißt. Für ihn kräuseln nur kleinste Wellen die Meeresoberfläche und eine feine Gischt stäubt über ihre winzigen Wellenkämme, die der heulende Bergwind dem Wasser abtrotzt, wo es mit seinen wiegenden Wellenzungen den feinen Sandstrand leckt.

Ein Wetter weit entfernt vom Frühling, wäre da nicht die Fülle der mit violetten Blüten übersäten, fest im Sandboden verwurzelten  Malven, die davon zeugen, dass sie schon wärmere Tage gesehen haben als eben diesen Ostersonntagmorgen. Sie bieten ein atemberaubend schönes Bild aufkeimenden Lebens angesichts der beklemmenden tödlichen Drohung.

Tod und Leben, Passion und Auferstehung, wie eng liegen sie beieinander! Doch das Leben wird siegen! Es überwindet den Tod!

Was sich in der Natur nur andeutend abbildet, wird für gläubige Christen beim Menschen zur tragenden Hoffnung, seit Gott vor über 2 000 Jahren Jesus Christus vom Tode auferweckt hat. Ihren festen Glauben daran feiern sie an Ostern, Jahr für Jahr, bis Christus einst wieder kommen wird zum Heil der Welt. Sie hoffen dabei auf ihr endgültiges Zusammensein mit Gott.

vgl. auch "Der Mensch gleicht einer Zwiebel"
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
M
Du hast das Thema wunderschön beschrieben.Das trifft ziemlich den Kern dessen, was auch meine Gewissheit ist. Danke für Deinen mutmachenden Kommentar auf meiner Seite.
Antworten
D
Das ist aber ein wahrhaft poetischer Beitrag! Ich würde mir überlegen, doch nicht auf schwarzem Hintergrund zu schreiben... Die Botschaft ist so schön, die Farbe so trist!Viele Grüße, Frauke Höllering
Antworten
W
<br /> Schwarzer Hintergund? Bei mir auf dem PC erscheint eine weiße Schrift auf dunkelgrünem Hintergrund. Ich habe aber jetzt die Schrift heller und dicker gemacht.<br /> <br /> <br />