Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
Mit 17 Jahren wurde ich überzeugter Atheist, als mir in einer einsamen Angstattacke schlagartig bewusst wurde, dass ich mich in meinen unbewussten Lebensängsten an einen Strohhalm namens Gott geklammert hatte. Das fand ich feige und meiner unwürdig. - Wutsch- und weg war der Strohhalm!
Über 10 Jahre lang habe ich mich dann mit der Thematik Gott und Religionen herumgeschlagen und auch mit ausländischen Studienfreunden diskutiert, vom mexikanischen Indianer bis zum Japaner, die vom abendländischen Christentum ziemlich unberührt waren, mir aber schnell klar machten, dass meine Art Atheismus eine rein europäische (oder deutsche?) Auseinandersetzung mit der christlich-abendländischen Tradition war, zu der sie nicht den mindesten Zugang zu haben schienen, ja sie schienen mir sogar über meine Denkweise so "vom Kopf her" eher amüsiert gewesen zu sein.
Irgendwann war mir dann einsichtig, dass ich mich eigentlich nur mit meinen Vorstellungen tief in mir drin auseinandergesetzt hatte und ich mich eigentlich nur von meinen bisherigen, meiner persönlichen Entwicklung entsprechenden Gottesbildern losgesagt hatte und mich die Gottesfrage von da an immer wieder neu ein Leben lang begleiten wird.
natürlich ist zuversicht wichtig!!! aber selbst wenn ich nicht zuversichtlich bin, dass ich (z.B) meine Prüfung schaffe habe ich in dem Glauben an Gott eine Rückenstärkung! Denn Gott kann man in Jeder situaton und zu jeder zeit um hilfe und Rat bitten. und teilweise wird einem die Zuversicht nur gegeben, wenn man weiß man hat alles in Gotteshände gelegt und egal was kommt es ist Gottes wille. Selbst wenn man durchfällt hat man das gefühl, dass gott einem jetzt beim lernen hilft weil man ihm sein problem schon anvertraut hat.
Wichtig ist doch die Zuversicht, die in uns Menschen wohnt und uns auch in schlimmen Momenten nicht den Lebensmut verlieren lässt.Wir können darüber diskutieren, wie wir diese Kraft benennen, ob wir dafür institutionelle Einrichtungen und Häuser brauchen, wie wir sie stärken - aber nicht darüber, dass sie existiert seit Menschengedenken...in uns...als treibende Kraft und soziales Gewissen. Zuversicht ist m.E. die Grundlage jedes nach außen getragenen Glaubens, welchen Namen wir ihm auch geben.Wer sich nicht selber zuversichtlich dem Leben zuwendet und darauf vertraut, dass andere es schon für ihn richten werden, dem hilft auch keine Himmelsmacht.
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Ja, um diese Kraft, gleich wie wir sie benennen, scheinen alle Kulturen seit Menschengedenken zu wissen. Doch Menschen brauchen im Umgang damit offensichtlich Anhaltspunkte, wie z.B.<br />
institutionelle Einrichtungen, Häuser (z.B. Kirchen, Tempel, Moscheen oder Synagogen), Rituale, Musik, Kunstgegenstände, Architektur und erzählende Überlieferungen (z.B. Veden, Thora, Bibel oder<br />
Koran). So gesehen sind alle Religionen und alle Religiosität kultureller Ausdruck einer letzten Wirklichkeit.<br />
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