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Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.

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Von der Wüste zum Kulturland.

Nur der Mensch vermag sich überall auf dieser Erde zu behaupten. Kein Tier, nur er will Gebiete urbar und bewohnbar machen, soweit es in seiner Macht steht. Höchste Gipfel, tiefste Höhlen, weiteste Entfernungen, extremstes Klima bremsen seinen Entdeckerdrang nicht. Selbst der Weltraum bleibt von ihm nicht verschont.

Viel Geld und Können wird dafür eingesetzt. Ganze Industriezweige profitieren davon. Dagegen ist der Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit nachrangig, so tief verankert ist im Menschen dieses innere Verlangen, diese ungestillte Sehnsucht nach dem Neuen, dem Unbekannten, dem Ungewissen, dem Geheimnisvollen. Dieser unwiderstehliche Drang scheint so kostbar zu sein, dass ihm alle Kulturen dieser Welt prachtvolle Bauten und künstlerische Vollendung in Musik, Malerei, Architektur und Schmuck um fast jeden Preis widmen.

Menschliche Eigenart, Bestimmung, kosmischer Code im Schöpfungsplan, göttlicher Wille? Ist es das, was die jüdisch-christliche Bibel schon auf ihrer ersten Seite verkündet? „ Macht euch die Erde untertan.“ Sie beschreibt den Verkünder als persönlichen Gott.

Offensichtlich können die Menschen diesem Phänomen nicht ausweichen, auch wenn sie sich die unterschiedlichsten Bilder davon ausmalen und die uneinheitlichsten Wertmaßstäbe dafür gelten lassen, die manchmal so gegensätzlich sind, dass sie sogar Kriege und damit den eigenen Untergang riskieren. Für die Überlebenden beginnt das Spiel unabwendbar von Neuem: der aufopferungsvolle Weg von der Wüste zum Kulturland, äußerlich und innerlich.
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M
Wo steht geschrieben, dass der Mensch berechtigt ist, die eigene Spezies verhungern lassen, die Erde auszuschlachten und zu illiminieren?Das Patriachat meint "Ehrwürdigen", Herrscher aber auch "Vater". Somit beinhaltet m.E. jede Form von Macht auch Verantwortung und Fürsorge und nicht das Recht auf unsoziales Handeln.Zur Zeit sehe ich viele seelisch verkrüppelte macht- und besitzgeile armselige Gestalten, die unsere Welt dominieren.Gegen Habgier und Geiz steht doch genug in den alten Büchern, oder irre ich mich da?Da wäre es eigentlich die Pflicht des heiligen Vaters, endlich zum "Ungehorsam" gegen die Abzocker und Zerstörer dieser Welt aufzurufen, anstatt nur mahnend zuzusehen!?
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W
<br /> Den Hauch der Verantwortungslosigkeit von"macht euch die Erde untertan" im Schöpfungslied der Priesterschrift müssen auch die Redakteure des Ersten Buch Mose gespürt haben; denn sie hängen gleich<br /> danach eine zweite, viel ältere Schöpfungserzählung an.<br /> <br /> Dort schuf Gott den Menschen (= Adam = Erdling) aus Lehm und Gotteshauch, setzte ihn in einen Garten, damit er ihn bebaue und<br /> hüte. Der Blick auf die eigene Spezies Mensch als Mensch schlechthin kommt erst viel später. Ursprünglich war der Nächste nur der Stammesgenosse. Erst Jesus weitet in der Bergpredigt den<br /> Blick auf alle Menschen als Kinder des einen Vaters.<br /> <br /> <br />