Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
Frei nach Gen 1 - 2,3: Ich bin ein Zwitter. Ich habe väterlich männliche und mütterlich weibliche Züge. Ich teile sie unter euch auf in Männer und Frauen, damit ihr Freude an eurer Vermehrung empfindet.
Ich bin der Wille, der Ordnung ins Chaos bringt, damit ihr vom Regelwerk des Universums fasziniert seid und euch selbst Regeln gebt, eure Welt zu ordnen und zu gestalten.
Ich bin die Kraft, die Natur und Leben schafft. Ich leihe sie euch als Geschenk und Aufgabe zugleich. Geht verantwortungsvoll damit um. Erfreut euch an Himmel und Erde, an Landschaften, Pflanzen und Tieren. Nehmt davon, was ihr braucht, aber nicht mehr. Haltet Maß.
Ich vereine in mir Zeit und Zeitlosigkeit. Vergesst das nie und gönnt euch regelmäßig schöpferische Ruhepausen.
Ich bin, der ich bin, der immer für euch da sein wird. Nennt mich einfach Gott.
Herr Schley, da ist dem Schöpfer wohl kein großer Wurf gelungen. Er hat etwas Entscheidendes vergessen; nicht nur die Gerätschaften zur Fortpflanzung zu verteilen, sondern dazu auch die nötige Portion Verantwortungsbewußtsein und den Weitblick.Ein Wesen zu schaffen, dass seinen eigenen Wert nicht im Zusammenhang eines Ganzen sehen kann, an chronischer Selbstüberschätzung und Egoismus leidet, von Habsucht getrieben wird und sich dennoch über andere Lebewesen erhebt, ist gewiss keine Glanzleistung!Über Lebewesen zu richten, deren Intelligenz durchaus unserer entspricht (z.B. Rabenvögel u. Delfine), die aber nicht über genug negatives Potential verfügen, sich über andere Lebewesen erheben zu wollen.Alle Frauen kriegen auch nicht zwangsläufig mütterliche Gefühle, nur weil sie gebärfähig sind. Sexuelle Bedürfnisse sind aber auch ihnen von der Schöpfung in die Wiege gelegt worden, wie allen Menschen und fast allen Tieren.Wie wenig die familienfreundliche Gefühle bei zeugungsfähigen Männern vorhanden sind, zeigen die Zahlen von zahlungsunwilligen "Samenspendern", misshandelten Kindern und Frauen, Seitensprüngen und Bordellbesuchern.<br />
"Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.<br />
Da hat die Schöpfung ja mächtig "Weitblick" bewiesen, als er ein so unfähiges Wesen derart legitimiert hat! Es sind Menschen, die allen anderen Lebewesen und sich selbst den Lebensraum zerstören, die Welt "ausplündern" und Massenmord technisch so ermöglicht haben, dass kaum einer mehr das Töten als eigene Tat erleben muss, also sich verantwortlich fühlen. Da war jemandem seine "schöpferische Ruhepause" offenbar wichtiger, als sein "Werk" noch einmal zu überprüfen.Wenn folgender Satz stimmen sollte, macht das wenig Hoffnung für die Zukunft der Menschheit, taugt aber als Entschuldigung für alles!<br />
"Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn."<br />
Da etische Reife, soziale Kompetenz und Verantwortungsgefühl mit Machtgier nicht vereinbar sind, wird sich an den üblen Zuständen dieser Welt in Zukunft auch kaum etwas ändern.Ich genieße jeden Tag meines Lebens, versuche sorgsam mit mir und meinem Mikrokosmos umzugehen, wissend, dass es ein sehr große Glück ist, einen Augenblick der Zeit in einem sehr angenehmen Umfeld ohne Krieg und Hunger erleben zu dürfen. Mein Credo: UNTERTAN geht gar nicht, nur Respekt und Partnerschaft machen dauerhaftes Leben auf der Erde möglich.Der Sinn allen Strebens kann nur sein, sich in seiner Haut wohlzufühlen, die Seele und ihr Haus - den Körper - gleichermaßen zu pflegen und so zufrieden zu sein. Nur wer sich selber mag, kann auch anderen Menschen Nähe und Wärme geben. Das kann man nicht kaufen und das kann auch keine Religion und Kirche leisten.
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Die Nabelschau vom Wesen des Menschen, wie sie die jüdischen Priester im babylonischen Exil in diesem Text<br />
entwickelten und sich damit von der noch viel vermesseneren Nabelschau des babylonischen Großkönigs distanzierten, muss auch Jahrzehnte später bei den Redakteuren der Bibel Unbehagen ausgelöst<br />
haben. Sie setzten nämlich in ihrer Sammlung der fünf Bücher Mose (Tora) gleich hinter dieses Schöpfungslied eine wesentlich ältere Erzählschicht von der Erschaffung der Welt und des Garten Eden.<br />
Dort heißt es dann: ... und Gott setzte ihn in den Garten, damit er (= der Mensch) ihn bebaue und hüte, um<br />
schonungslos mit der Erzählung vom Sündenfall durch Adam und Eva und dem Mord Kains an seinem Bruder Abel zu bekennen, wie kläglich der Mensch hierbei versagt hat.<br />
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Winfried Schley
07/19/2009 08:05
Der Originaltext nach der Einheitsübersetzung:<br />
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1,1 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; 2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. 3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. 4 Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis 5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag. 6 Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. 7 Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es 8 und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag. 9 Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es. 10 Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war. 11 Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es. 12 Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war. 13 Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag. 14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen; 15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es. 16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. 17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, 18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. 19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag. 20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen. 21 Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war. 22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren. 23 Es wurde Abend und es wurde Morgen: fünfter Tag. 24 Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es. 25 Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war. 26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. 27 Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. 28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. 29 Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. 30 Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. 31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.<br />
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2 1 So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge. 2 Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. 3 Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.<br />