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Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.

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In Christ alone

Eine ehemalige Schülerin schrieb mir aus Großbritannien:

 

"Der Text des Liedes „In Christ alone“ hat mich in den letzten Wochen sehr bewegt und mir bewusst gemacht, was für ein Geschenk wir in Jesus Christus haben. Dem sollte man sich viel öfters und besonders in der nun kommenden Advents- und Weihnachtszeit bewusst werden."

 

Hier ihre Übersetzung:

 

inchristalone-Kopie-2.jpgAllein in Christus liegt meine Hoffnung. Er, dieser Grundstein, dieser feste Grund, der auch der schlimmsten Dürre und dem heftigsten Sturm widersteht, ist mein Licht, meine Kraft und mein Lied. Welche große Liebe, welch tiefer Friede ist es,wenn Ängste gestillt werden und alles Streben ein Ende hat. Mein Tröster, mein Alles; hier, in der Liebe Christi, stehe ich.
Allein in Christus, der Mensch wurde, durch den die Fülle Gottes die Gestalt eines hilflosen Babys annahm. Dieses Geschenk der Liebe und Rechtschaffenheit wurde von denen, zu deren Rettung er kam, verachtet. Aber durch Jesu Tod am Kreuz wurde der Zorn Gottes gestillt, weil alle Sünden auf ihn geladen wurden. Hier, im Tod Christi, lebe ich.

Dort lag sein Körper begraben. Das Licht der Welt wurde von der Finsternis getötet. Doch an einem herrlichen Tag stand er wieder auf und trat aus dem Grab heraus! Und weil er als Sieger feststeht, stehe ich nicht mehr unter dem Fluch der Sünde; denn ich bin sein und er ist mein. Ich wurde durch das kostbare Blut Jesu erkauft.
Keine bleibende Schuld in meinem Leben, keine Angst vor dem Tod: das ist die Kraft Christi in mir. Vom ersten Schrei bis zum letzten Atemzug bestimmt Jesus mein Schicksal. Keine Gewalten der Hölle und kein menschliches Tun können mich aus seiner Hand reißen. Bis er wiederkommt oder mich zu sich nach Hause ruft, werde ich unter der Kraft Gottes stehen. 
                                                                                                                           
(In Christ alone, Feiert Jesus 3, Nr.178)

 

Judith Förster

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W
<br /> <br /> Mein Problem mit diesen alten Kirchenliedern: Sie drücken die Heilstat Jesu Christi in einer Vorstellung aus, die dem modernen Menschen unserer Tage fremd erscheint. Da ist die Welt, ja die<br /> gesamte Schöpfung, der Sünde verfallen, sittlich verderbt und gottlos, kurz, eine Zivilisation des Todes. Da ist Gott zornig über die sündigen Menschen und er muss irgendwie durch Christi Tod<br /> besänftigt werden, weil es ein geringerer Tod nicht tut. Nur der Tod dessen, der ganz auf die Seite Gottes gehört, ist gerade gut genug dafür. Gott als Sadist oder Masochist?<br /> <br /> Der moderne Mensch erlebt die Welt als eine Realität, die Krankheit, Leid und Tod, die Übel, Katastrophen, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Kriege kennt. Er erlebt sich und die Welt fern von<br /> Gott. Er zweifelt oder verzweifelt gar über den Sinn des Lebens.<br /> <br /> Für den Glaubenden beginnt genau in dieser inneren Dunkelheit der Auftakt zur Suche nach Gott. Wer unter dem Dunkel leidet, hat Sehnsucht nach Licht, nach Rettung, nach Vergebung, nach<br /> Versöhnung, nach Barmherzigkeit, nach tröstender Zuwendung und nach der Chance zum Neubeginn, falls es das überhaupt gibt.<br /> <br /> Christen glauben, dass genau das einst Jesus Christus verkündet und vorgelebt hat und dafür Ablehnung bis in den Tod am Kreuz in Kauf nahm. Für Christen ist und bleibt er das Sprachrohr Gottes<br /> schlechthin, einmalig und unverwechselbar, glaubwürdig, weil er seiner Linie treu blieb bis in den Tod, in dem ihn Gott aber nicht gelassen hat.<br /> <br /> Deswegen fühlen sie sich durch ihn erlöst, von Ängsten und Zwängen befreit, hoffen auf seinen seelischen Beistand, brauchen nicht ohnmächtig gegen alles allein anzukämpfen und zu verzagen. Sie<br /> erfahren Jesu Christi Geist als eine in ihnen lebendige schöpferische Kraft, sehen sich trotz ihrer eigenen biologischen und moralischen Begrenztheit als Teil eines göttlichen Prozesses, der die<br /> noch unvollkommene Welt entfalten lässt, wie sie einmal sein soll.<br /> <br /> <br /> <br />
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