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Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.

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Nächtlicher Besuch.

ratte10.jpgDie Spur im Schnee auf der Terrasse verrät, dass eine Ratte an der warmen Kellerhauswand ihre Höhle haben muss.

Die Spuren in meinem Leben, die sich als ungefährer roter Faden herauskristallisierten, lassen mich ahnen, dass es eine Absicht mit mir persönlich außerhalb meiner selbst gibt.

Das Christentum bekennt sich seit Jesus Christus zu einem persönlichen Gott, zu dem man Vater sagen kann. Ob Jesus wirklich so daneben lag, wie heute viele glauben?
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S
<br /> Lieber Winfried, Du bringst mich zum Nachdenken.<br /> <br /> 1.Schmerz und das Bedauern um ihretwillen heißt nicht losgelassen, ist auch eine Art der Intoleranz.<br /> <br /> 2.Tun, was fällig ist. Es erzählt zu haben, war wohl fällig - es jetzt fallen lassen, der nächste Schritt.<br /> <br /> 3. Stille<br /> <br /> Gruß<br /> sonara<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> Lieber Winfried,<br /> <br /> ... Es gibt für mich keinen logischen Grund anzunehmen, warum eine letzte Wahrheit oder eine letzte Instanz  ausgrechnet in mein Gedankenraster und Vorstellungsvermögen passen sollte, von<br /> dem ich nur zu genau weiß, dass es begrenzt ist.<br /> So sehe ich das auch.<br /> <br /> Ich wurde nach einer Lesung in einen  Gebetskreis eigeladen.<br /> Interessiert ging ich hin, um zu sehen, zu schauen.<br /> <br /> Jeder einzelne bat Gottan diesem Abend um dies und das, leise mit mutloser Stimme. Ihre Bitten waren kaum zu verstehen.<br />  <br /> Als ich an die Reihe kam sagte ich:<br /> <br /> "Lasst uns schweigen und hören."<br /> <br /> Einer Pfarrersfrau schien danach ein Licht aufgegangen zu sein.<br /> <br /> Sie meinte nachdenklich, es ist, als ob sie Gott einladen würden und ihn dann nicht zu Wort kommen ließen.<br /> <br /> Mich freute es um die eine.<br /> Da ich keiner Religion angehöre, reagierten sie auf mich ängstlich- intolerant.<br /> Mir kam es vor, als hätten sie Gott gemietet.<br /> <br /> Ich passte nicht in ihr Raster.<br /> <br /> Sie fragten nicht, sondern machten sich ein Bild von mir und  quetschten mich in ihr Gedankenraster - nur über Jesus käme man zum Licht.<br /> <br /> Warum wirkten sie dann so ängstlich, so unerlöst. Warum baten sie wiederholt um dasselbe. Glaubten sie nicht an die Antwort?<br /> <br /> Ist das die Folge weil sie Gott vermenschlicht haben und ihm nicht mehr trauen als sich selbst?<br /> Kleingläubige sozusagen?<br /> <br /> Gruß<br /> sonara<br /> <br />  <br /> <br /> <br />
Antworten
W
<br /> Schweigen und Hören führen zu einem Dreiklang:<br /> 1. innerlich loslassen<br /> 2. tun, was fällig ist<br /> 3. verstummen vor Gott<br /> <br /> <br />
S
<br /> <br /> Das Christentum bekennt sich seit Jesus Christus zu einem persönlichen Gott, zu dem man Vater sagen kann. Ob Jesus wirklich so daneben lag, wie heute viele glauben?<br /> Könnte es sein, dass ein Haitianer momentan an einem liebenden, persönlichen  Vater zweifelt, zumindest denken muss, liebt er mich nicht oder - noch schlimmer, was habe ich nur<br /> angestellt?<br /> <br /> Die Größe Gottes mit meinen begrenzten Fähigkeiten zu vermenschlichen, widerstrebt mir.<br /> <br /> Ich verneige mich vor der Größe  des Erschaffenden schweigend, fühle mich im großen Ganzen eingebettet und staune.<br /> Herzliche Sonntagsgrüße<br /> sonara <br /> <br /> <br />
Antworten
W
<br /> Die Frage nach Gott angesichts von Krankheit, Leid und Tod wird immer die große Menschheitsfrage bleiben. Die Antwort darauf ist uns Menschen verborgen, vermutlich weil es unser menschliches<br /> Fassungsvermögen und unsere Vorstellungs- und Denkfähigkeit überschreitet.<br /> <br /> Die atheistische Antwort, dass es Gott nicht gibt, weil er ja dann derjenige ist, der Krankheit, Leid und Tod zulässt, greift mir zu kurz und entspringt der naheliegenden menschlichen Sehnsucht:<br /> Wenn schon ein Gott existieren sollte, dann gefälligst so, wie ich ihn mir wünsche.<br /> <br /> Es gibt für mich keinen logischen Grund anzunehmen, warum eine letzte Wahrheit oder eine letzte Instanz  ausgerechnet in mein Gedankenraster und Vorstellungsvermögen passen sollte, von dem ich<br /> nur zu genau weiß, dass es begrenzt ist.<br /> <br /> <br /> <br /> <br />