„Wie kommt es eigentlich, dass vielen von uns heute jede alte und auch neue, jede fremde und vor allen jede „Wellness“-Religion normaler und salonfähiger vorkommt als ein katholischer Orden? Dass ein Mönch aus Tibet geradezu sexy wirkt, einer aus Birma beinahe wie Che Guevara, ein Franziskaner aber wie ein fleischgewordener Anachronismus?“. „Was ist mit uns passiert?“, fragt die Dokumentarfilm-Regisseurin Susanne Aernecke in ihrem unterhaltsamen und lesenswerten Buch „Komm mit, ich liebe dich“ über Spiritualität in Deutschland, erschienen im Piperverlag München.
Herzerfrischend, geradlinig, manchmal rotzfrech beschreibt sie ihre Recherchen zu und ihre Besuche bei dieser „Parallelgesellschaft, ohne die der Großteil unserer heutigen Kultur, unseres Wissens und unserer Werte gar nicht vorstellbar wäre. Und die, auch wenn die meisten das gar nicht merken, nach wie vor mitten unter uns wirkt.“
Was sie in ihrem Buch alles so schreibt, verrate ich hier nicht, außer: „Abenteuerlich war, dass ich zwar als neugierige, aber innerlich unbeteiligte Chronistin gestartet bin und unterwegs gezwungen wurde, mich berührten zu lassen. Es ging nicht anders.“
Für ganz Eilige einige Stationen ihrer Rundreise:
St. Ottilien,
Bingen,
Stiepel,
Marienstatt,
Köln,
Waldniel,
Helfta,
Würzburg,
Berlin,
St. Blasien,
Heiligenkreuz,
Christian Herwartz,
Nauen,
Stein am Rhein, Bruder Benno: