Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
Antinal ist laut unserem Reiseführer das beste Medikament gegen Durchfall, weil es angeblich besser auf die ägyptischen Bakterien abgestimmt ist als die gängige Reiseapotheke europäischer Touristen. Dass es tatsächlich hilft, konnten viele unserer Reisegruppe bestätigen. 2/3 aller Touristen erwischt es laut Statistik. Was dieses Mittel aber sonst noch im Darm anrichtet, scheint unbekannt zu sein. Ich verließ mich lieber auf Elektrolyte in Pulverform in Wasser aufgelöst und am Schluss auf mitgebrachtes Perenterol. Meine Frau gehörte zum anderen Drittel der Statistik. Sie blieb davon verschont.
20 LE oder EGP, etwa 40 cts, kostet offiziell die öffentliche Toilette. Von Touristen erwartet man 1 € oder einen Eindollarschein. Dafür bekommt man als Ausgleich ein freudestrahlendes ägyptisches Lächeln.
Ägyptische Münzen sind Eurostücken sehr ähnlich. Man kann die von Ägyptern häufig angebotenen Eurostücke in Zehn- oder Zwanzigeuroscheine umtauschen, sollte aber genauestens nachkontrollieren. Oft kann man in Euro bezahlen und erhält auch das korrekte Rausgeld in Euro zurück!
Klimaanlagen in Hotels, Kreuzfahrschiffen und Flugzeugen bescherten uns beiden vereiterte Nebenhöhlen und Reizhusten. Meine Frau verlor diesen Abwehrkampf schon nach drei Tagen, ich erst nach zehn. Auf dem Rückflug saßen um uns herum viele Hustende. Aber was nimmt man nicht alles für eine tolle Reise in kauf!
Wir hatten in Mohamed Abdelaal einen sehr belesenen Ägyptologen als Reiseführer, der gut verständlich und klar Deutsch sprach. Unvorhergesehenes brachte ihn nicht aus der Ruhe. Diskret und unauffällig regelte er, was anfiel.
Wer wie wir eine Bildungsreise gebucht hatte, kannte natürlich schon viele Sehenswürdigkeiten von Fotos und Fernsehberichten. Aber es ist schon ein gewaltiger Unterschied, wenn man die wahre Größe der Statuen, Pyramiden oder Pharaonenschätze wahrnimmt. Das flößt unvermittelt Respekt ein. Leider bin ich Kunstbanause nicht in der Lage, die vielen Wandmalereien ihrer Epoche gemäß einzuordnen. Auf mich wirkten sie irgendwie gleich, auch wenn über 1 000 Jahre und mehr dazwischen liegen.
Wie immer auf meinem Blog, so auch diesmal, richte ich meinen Blick auf Nebensächliches, aber aus meiner Sicht Typisches für dieses Land.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_fb611d_img-20260121-131352658bkl.jpg)
Im Nationalmuseum in Alexandria überraschte mich am meisten, dass die uralte koptische Kirche schon die Legende von den Drei Heiligen Königen kannte und sie in drei Generationen einteilte, obwohl im Evangelium nach Matthäus nichts davon erwähnt ist.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_ff63a2_img-20260121-144620720kl.jpg)
In der neuen Bibliothek beeindruckte mich die Druckmaschine von Ottmar Mergenthaler (1854 – 1899), die fortlaufend in Linien drucken konnte, ohne dass zwischendurch ein Mensch eingreifen musste, ein zweiter Gutenberg also.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_bb3995_img-20260121-160131245bkl.jpg)
Weniger erfreulich fand ich die Gleichgültigkeit der Alexandriner zum Müll. Einfach über die Schulter werfen und nicht hinschauen, wo er landet.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_ea8a7e_img-20260122-182431021kl.jpg)
Das neu eröffnete Grand Egyptian Museum (GEM) ist großartig und übersichtlich in drei Themen gegliedert: die Geschichte der Reiche, Tutanchamun, Religion mit Nahrung und Gesundheit. Dass die sorgfältig rekonstruierte Sonnenbarke von Pharao Cheops über 40 m lang ist, war außerhalb meiner Vorstellungswelt, ebenso die vier ineinander gestapelten Sarkophage Tutanchamuns, die die Größe von Gartenhäuschen haben. Dieses Museum auszusparen, wäre eine Lücke im Reiseerlebnis, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Das Internet bietet zwar ausreichend Material dazu, ersetzt aber niemals den Eindruck vor Ort.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_40eb35_img-20260123-150331715-2kl.jpg)
Die Pyramiden von Gizeh sind auf den Touristenstrom folkloristisch ausgerichtet.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_4b0cd8_img-20260123-184525355bkl.jpg)
Abendbummel auf dem Basar von Kairo scheint gefährlich zu sein. Wir wurden unauffällig von einem mit Pistole bewaffneten Mann im Anzug begleitet.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_02295b_img-20260123-204319031kl.jpg)
Kairo bei Nacht.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_0a04a8_img-20260124-110513514kl.jpg)
Koptische neuzeitliche Kunst wirkt auf mich etwas kitschig.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_8822a8_img-20260124-144538937kl.jpg)
Junge Stickerin bei der Arbeit. Mein Eindollarschein für das Foto schien sie zu überraschen.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_a384d4_img-20260125-125736447bkl.jpg)
Karnaktempel in Luxor einst und jetzt.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_045a5d_img-20260125-123428241kl.jpg)
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_6ddd8a_img-20260126-091930082bkl.jpg)
Pferdedroschken zum Edfu-Tempel des Gottes Horus
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_c4438f_img-20260126-080405923kl.jpg)
Auch das gehört außer der Staumauer vor dem Staudamm zum Nasser-See zu Assuan:
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_b5b6e9_img-20260127-085913857kl.jpg)
nubischer Weber
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_fae430_img-20260127-124932255kl.jpg)
Stall für die Droschkenpferde
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_cf8ded_img-20260127-173414688-1-kl.jpg)
Katzenmahlzeit (Am Eingang des Restaurants stand ein Schild mit der Bitte, die Katzen nicht zu füttern.)
/image%2F1380671%2F20260206%2Fob_0e6d25_img-20260127-164820953kl.jpg)
Am Rande des in ganz Ägypten berühmten Gewürzbasars von Assuan.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_d74825_img-20260128-090559583kl.jpg)
Das hätte unseren Enkeln wohl am meisten gefallen: Schwalbennester im Tempel der Nefertari, der Gattin von Ramses II.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_a2cc39_img-20260128-091213484kl.jpg)
Abu Simbel mit Nasser-See
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_1d6f5e_img-20260129-104047292b.jpg)
in einem nubischen Dorf
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_7a69a2_img-20260129-111328364b.jpg)
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_32e9a9_img-20260129-120907058kl.jpg)
Feluken kreuzen den Rückweg zu unserem Kreuzfahrschiff Solaris I.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_e594e6_img-20260129-190816035kl.jpg)
Acht Kreuzfahrschiffe besichtigen gleichzeitig den Tempel Kom Ombo mit seinen mumifizierten Krokodilen.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_5cb898_img-20260129-192850724kl.jpg)
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_a94bbc_img-20260130-164949932-1.jpg)
Schnappschuss nach einem professionellen (?) Fotoshooting im Tempel von Luxor.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_e0ba20_img-20260201-173716529b.jpg)
Der Gegensatz dazu im landwirtschaftlichen Markt von Hurghada.
/image%2F1380671%2F20260205%2Fob_b346f3_img-20260128-063653828-2kl.jpg)