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27. Mai 2010 4 27 /05 /Mai /2010 17:28

27052010.jpg 

 

Pastis im Glase,

Buch vor der Nase,

Sonne im Herzen

lässt Wolke verschmerzen.


Blumen vor Augen

zum träumen taugen

vom bräunenden Baden

an fernen Gestaden.


Die Seele wirkt heiter,

fliegt weiter und weiter,

stößt nirgends auf Mauern,

hat nichts zu bedauern.


Der Augenblick

bringt kleines Glück.

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14. Dezember 2009 1 14 /12 /Dezember /2009 20:47

tatuch09

Mein Hirn ist zu, die Nase tropft

Mein Bauch mit Kuchen vollgestopft.

Ein Grippevirus mich umgibt,

als wäre er in mich verliebt.

 

Das Dichten will mir nicht gelingen,

muss förmlich mich zu Versen zwingen.

Nur feinste Häppchen, bester Wein

verhindern größ’res Unwohlsein.

 

Musik mir um die Ohren streicht,

macht meine Seele wieder leicht.

Dank dieser netten Freundesrunde

Hoff’ ich, dass ich schnell gesunde.

 

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3. Mai 2009 7 03 /05 /Mai /2009 16:32

Dicht am Haus, tief im Geäst
duckt die Amsel sich im Nest.
Der Amserich um Nahrung fliegt,
das Eierbrüten ihr obliegt.

Die Haselmaus im Laub erwacht,
wo sie die Nacht hat zugebracht,
sich nun durch welkes Laub bewegt,
das raschelnd sie zu Seite fegt.

Laut pocht des Finken voller Schlag,
als grüße er den Maientag.
Ums Menschen Ohr es summt und brummt,
so dass vor Staunen er verstummt.

Mit vollen Lungen er genießt,
wie ringsum alles blüht und sprießt.
In sich hinein er eitel lacht:
„Dies alles ist für mich gemacht!“

Er lässt sich in die Liege fallen,
die Sonne auf die Wampe knallen
und döst behaglich vor sich hin,
hat außer Nichtstun nichts im Sinn,
bis ihn ein Windstoß jäh erschreckt,
weil der die Sonne hat verdeckt
mit Regenwolken voll und prall.
Sie künden an den Wasserschwall,
der flugs den Menschen treibt ins Haus.
Der Traum vom Sonnentag ist aus.


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11. Januar 2009 7 11 /01 /Januar /2009 10:26

Gleißende Sonne auf glitzernden Schnee
versengt seine Perlen zu Schmelz.
Die Knospen trotzen in blauklare Höh’,
kristallen funkelt ihr Pelz.

Linde umsäuselt ein eiskalter Hauch
das sonnenerwärmte Blut,
umschmeichelt flüchtig den schlafenden Strauch
und dämmt die schmelzende Flut.

So dringt in diesen heiligen Kreis
der Sonne wärmender Strahl,
verwandelt den schmelzenden Schnee zu Eis
und bricht sich im Winterkristall.
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7. Januar 2009 3 07 /01 /Januar /2009 08:01

Es ist kein Sterbenswörtchen wahr
an Caspar, Melchior, Balthasar.
Niemals sie gegangen sind
nach Betlehem zum Jesuskind.

Es lässt der Mensch sich leiten gern
von diesem oder jenem Stern.
Der braucht auch nicht am Himmel schweben.
Er kann getrost auf Erden leben.

Stars und Sternchen und so fort
verehrt der Mensch von Kunst bis Sport.
An ihrer Strahlkraft er sich freut
und seine Sorgen so zerstreut.

Ein Stern geht auf, der andere unter.
Das Wechselspiel hält Medien munter.
Doch ist die Spannkraft überdehnt,
der Mensch sich nach dem Fixstern sehnt.

Wo ist das Leitbild für sein Leben?
Wer kann ihm immer Hoffnung geben?
Wo ist diese Lichtgestalt?
Wo findet er den letzten Halt?

Matthäus kurzerhand erfand
die Weisen aus dem Morgenland:
„Lasst euch auf Jesus Christus ein.
Nur er kann der Messias sein.“
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3. Januar 2009 6 03 /01 /Januar /2009 19:42
Es schreitet ein Mensch mit schnellem Schritt
über abgemähte Wiesen.
Vertrocknetes Gras knirscht unter dem Tritt.
Nur einzelne Halme noch sprießen.

Die Winterluft ist kalt und rein.
Sie rötet seine Ohren,
strömt tief in seine Lungen ein
bis in die letzten Poren.

Die Wintersonne hell und klar
umschmeichelt Busch und Buche,
begleitet eine Spatzenschar
auf ihrer Futtersuche.

Wie nun der Mensch sie tummeln sieht,
wie munter sie im Raureif spielen,
all seinen Sorgen er entflieht:
„Es sind bloß meine unter vielen.“
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14. Dezember 2008 7 14 /12 /Dezember /2008 07:33
Kerzenzauber

Es ist die Welt so dunkel nicht,
brennt irgendwo ein Kerzenlicht.

Vergessen ist so mancher Schmerz,
dringt Kerzenschein ins Menschenherz,
erfüllt die Brust mit Wohlbehagen
und lässt den Alltag leichter tragen.

Umstrahlt von Wärme und von Weite
schiebt Hast und Hader sanft beiseite
der Kerzenflamme stille Kraft.
Nur sie ein solches Wunder schafft.

Sonntag, 3.Advent
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7. Oktober 2008 2 07 /10 /Oktober /2008 05:07
(für Liebespaare auf 33 1/3 Umdrehungen abzuspielen)

Wer träumt nicht gern bei Kerzenschein
vom Kurkonzert im eignen Heim,
will Harmonien hoch genießen,
wenn Sphären ineinander fließen?

Wie jäh man aus dem Traum erwacht,
wenn’s plötzlich knistert, knackt und kracht.
Und während ich noch weiter kreise,
ertönt es laut vernehmlich: „Sch ...  !“

Ein Datterich hat unbedacht
mir einen Kratzer beigebracht!
Mitleidlos und unverfroren
spiel’ ich den Schmerz in eure Ohren.

Wer will, dass ich ein Freund ihm sei,
behandle mich als rohes Ei!
Falls niemand euch dies beigebracht,
will ich euch zeigen, wie man’s macht.

Mein Oberkleid nur der zerknittert,
der beim Tonarmsetzen zittert.
Seid auf der Hut und habet acht,
was die Hand euch sicher macht.

Trinkt wohlgemut ein Gläschen Wein,
dann könnt ihr völlig sicher sein,
dass bei keinem Tonarmsetzen
eure Hand wird mich verletzen.

Fehlt euch der Wein, so glaubt es mir,
zur Not tut’s auch ein Fläschchen Bier.
Der Alkohol dringt in die Poren,
stählt die Hand und schärft die Ohren.

Und nebenbei mit Wunderkraft
er noch ganz was andres schafft.
(Nicht zimperlich die Menge zählt,
schließlich seid ihr doch vermählt!)

Die Umwelt werdet ihr vergessen,
gönnt ihr euch noch ein kleines Essen.
Nur so werd’ ich zum Musenkuss
und bringe vollen Hochgenuss!

- - -
 
Nur eines, bitt’ ich, zu verschieben,
solang ich kreise, lasst das l ... !
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4. Oktober 2008 6 04 /10 /Oktober /2008 15:22
Schwäne schwimmen im bläulichen Fluss
flockige Wolken begleitend dahin.
Bäume neigen die Wipfel zum Gruß
den Wellen, die weit ihre Kreise zieh’n
und leise, ganz sachte die Gräser umspülen,
welche noch niemals die Stahlsichel schnitt,
das Ufer betastend, den Pulsschlag zu fühlen,
ein Schwingen, verursacht durch menschlichen Schritt.

Lind wärmende Strahlen als stumme Begleiter,
in ihrem Gefolge die wehende Schar,
sie weben den Teppich als Wegebereiter
aus Laub, das einst der Frühling gebar.

Still stehen zwei Falken, vom Herbstwind getragen,
mit rüttelnden Flügeln auf Beute erpicht,
um jäh aus der Höhe das Opfer zu schlagen,
noch ehe der Abend das Sonnenlicht bricht.

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13. Juli 2008 7 13 /07 /Juli /2008 07:41
Das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse muss bei so mancher Schulabschlussfeier für eine Ansprache herhalten. Die zu verabschiedenden Schüler werden  von Jahrgang zu Jahrgang unruhiger.
Deshalb stelle ich hier nun einen Neuversuch vor:
Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Stolpersteine

Mensch, wie rast die Zeit dahin!
Verborgen bleibt dein Lebenssinn.
Kaum bist du aus den Windeln raus,
ist auch schon der Ofen aus!
Drum bloß nicht auf der Stelle kleben!
Pack’s ruhig an, geht’s auch daneben!
Leb’ eher kurz und intensiv
als in Gebrechlichkeit und Mief!
Und haut’s dich auf die Fresse hin,
Kannst lässig du in Drogen flieh’n!

Dort kannst du Raum um Raum durchschreiten,
deine Traumwelt kräftig weiten,
frei wie ein Vogel abwärts fliegen,
die Todesangst beim Absturz kriegen,
Gefühle, hoch und tief, erleben,
bis du wirst am Boden kleben.
Verpiss’ dich nur! Zieh’ ein den Schwanz!
Mach die Fliege, aber ganz!

Drum, Würstchen, gib den Löffel ab!
Lass dich verscharr’n im Massengrab!
Dort hast du endlich deine Ruh’

und wenn du Glück hast, schaut Gott zu.

                                            Hermann Hesse von mir

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  • : Blog von Winfried Schley
  • : Anekdoten, Gedanken, Gedichte, - mal heiter, mal nachdenklich, Theologisches und Philosophisches im Alltag, dt.-frz. Beziehungen und Städtepartnerschaft, Kunst und Kunstausstellungen, ... und was mir sonst noch in den Sinn kommt.
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  • Winfried Schley
  • Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt !  
 Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.
  • Niemals in Gleichgültigkeit verfallen, unabhängig davon, was im Leben auf mich zukommt ! Ich interessiere mich für alles, was dem friedlichen Zusammenleben der Menschen dient.

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